Weibliches Idealbildnis (Bildnis der Simonetta Vespucci)

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Weibliches Idealbildnis (Bildnis der Simonetta Vespucci)

Weibliches Idealbildnis.jpg

Künstler: SANDRO BOTTICELLI
Jahr: 1480
Typ: Mischtechnik auf Pappelholz
Museum: Städel Museum
Stadt: Frankfurt am Main
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Sandro Botticelli macht bei seinem um 1480 entstandenen, überlebensgrossen Brustbild einer jungen Dame durch die phantastische Ausstaffierung deutlich, dass es sich hier nicht um ein Porträt im engeren Sinn des Wortes handelt, sondern um ein Idealbildnis in der mythologischen Verkleidung einer Nymphe. Hierauf weist die üppige, reich mit Perlschnüren, Bändern und falschen Haarteilen ausstaffierte Haarpracht hin, die von einer federgeschmückten Agraffe bekrönt wird. Die im Profil dargestellte junge Frau trägt die Züge Simonetta Vespuccis, der früh verstorbenen Geliebten des Giuliano de’Medici. Anders als sein Bruder Lorenzo il Magnifico fiel Giuliano 1482 der Pazzi-Verschwörung zum Opfer. In den engsten Umkreis der Medici verweist übrigens auch der Anhänger ihres Halsschmucks: Er ist einer berühmten antiken Gemme nachgebildet, die sich in der Medici-Sammlung befand. Botticellis Kolossalbildnis war ursprünglich als Teil eines größeren Bilderzyklus, zu dem zumindest auch ein entsprechendes Bildnis des Giuliano de’Medici gehört haben dürfte, in die hölzerne Wandverkleidung im Prunkraum eines Florentiner Palazzo eingelassen.

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