Flémaller Tafeln

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Die Tafeln zählen zu den bedeutendsten Werken der altniederländischen Malerei. Im 19. Jahrhundert wiederentdeckt, nannte man ihren Schöpfer nach dem vermeintlichen Herkunftsort seiner Hauptwerke „Meister von Flémalle“. Erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts gelang seine Identifizierung als Robert Campin, dem Lehrer Rogier van der Weydens. Dieser schuf um 1430 einen doppelt wandelbaren Altar, der bis auf die Städel-Bilder verloren ist. Die Werktagsseite zeigte zwei Grisailledarstellungen, darunter den Gnadenstuhl. Die erste Wandlung präsentierte sonntags vier vollfarbige weibliche Heilige, darunter die beiden anderen Städel-Tafeln. Die zweite Wandlung, die den hohen Feiertagen vorbehalten war, stellte den Gläubigen im Schreinkasten vermutlich vollplastische, farbig gefasste Skulpturen vor Augen, auf den Flügelinnenseiten hingegen Flachreliefs mit Szenen aus der Heilsgeschichte. In der monumentalen Auffassung und intensiven psychologischen Durchdringung der dargestellten Figuren, in der überwältigenden detailrealitischen Wiedergabe der sichtbaren Welt und ihrer gleichzeitigen symbolischen Überhöhung stehen Robert Campins Tafeln gleichberechtigt neben dem berühmtesten Werk der Gebrüder van Eyck, dem Genter Altar.


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