Der Evangelist Markus

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Das in Leimfarben auf feiner Leinwand ausgeführte Gemälde gehört zu den Frühwerken des großen Paduaner Renaissancekünstlers Andrea Mantegna, bevor dieser an den Hof der Gonzaga nach Mantua berufen wurde. Die um 1450 entstandene Arbeit verbindet exemplarisch Mantegnas Kenntnis korrekter zentralperspektivischer Raumgestaltung und seine Vertrautheit mit antiken Ziermotiven wie der Blatt- und Blütengirlande mit seiner – altniederländischen Tafelbildern geschuldeten – Fähigkeit, unterschiedlichste Materialien und spiegelnde Oberflächen wiederzugeben. Dies geht weit über das hinaus, was seine italienischen Künstlerkollegen mit der traditionellen Temperamalerei erreichen konnten. Stolz hat der Maler sein Werk auf einem „Cartellino“, einem am Wandabschnitt unterhalb der Fensteröffnung angebrachten Pergamentstreifen, als „Arbeit des Andrea Mantegna“ signiert. Diese Inschrift identifiziert den dargestellten Heiligen als den Evangelisten Markus, den Stadtpatron Venedigs. Mantegnas Heimatstadt Padua gehörte zu jener Zeit zum Festlandsbesitz der Lagunenstadt; der unbekannte Auftraggeber des Bildes wollte mit der Wahl des Heiligen wohl auch seine Verbundenheit mit Venedig zum Ausdruck bringen.


Der Evangelist Markus

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Künstler: Andrea Mantegna
Jahr: Um 1450
Typ: Mischtechnik auf Leinwand
Museum: Städel Museum
Stadt: Frankfurt am Main
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